Home

Ludwig-Eugen Vogt



                     

.....sei der Welt ein Geschenk.....

....gibt man bei Google ein "Westfalen Missbrauch" erscheinen knapp 2.930.000 Ergebnisse - nicht gerade wenig für ein Bundesland in Anbetracht der nicht endenden Missbrauchs-Skandale auf Ämtern und Behörden....

…auch schon vor „Lügde“ war bewiesen wie das westfälische Missbrauchs-Netzwerk die „erforderliche illegale Finanzierung“ organisiert …hier eine Dokumentation quer durch die „Behörden, Hilfsbehörden und Öffentlich-rechtliche Sparkassen“ des Münsterlandes…..nebst Beweisführung.....


1.- Sittenwidrige Veruntreuung unserer Firmenaktiva & kriminelle Ausradierung von 300 Arbeitsplätzen


2.- knapp 100 Millionen € Sachschaden und illegale Massenentlassung ohne Rechtsgrundlage organisiert durch die "westfälische Szene"


Ein Verwaltungsakt ist nichtig, wenn dafür eine rechtswidrige Tat erforderlich war oder gegen die guten Sitten verstößt (§ 44 Abs.2 VwVfG)


Entwicklung von einem negativen Ertrag in 2008 auf ein positives Ergebnis in 2010 - wie man Potenziale durch Mitarbeiterbefreiung freisetzt wird durch die Lektüre der Inhalte nachvollziehbar - ( Anlagen Kopien unter Gallery ).


Am Ende 2012 wurde unser Entschuldungsantrag durch die "ROTARY Networker" und den Urkundenfälschern des Amtsgerichts Münster illegal "gekapert" und das Unternehmen absichtlich vernichtet.


Das Amtsgericht Münster ist darauf spezialisiert mit gefälschten Beschlüssen «eigene Entscheidungen» der Unternehmen dergestalt zu drehen, dass Massenentlassungen und komplette Plünderung für deren grenzwertige "Netzwerke" ermöglicht werden:


Aktuelle Missbrauchs-Berichte aus NRW in der Presse mit ähnlichem Tatmuster:


1.Hagen – ein katholischer Priester,


2.Paderborn – erst ein Staatsanwalt mit "Kinderbildern" auf dem PC,


3.dann in Paderborn ein Polizeibeamter mit identischer Verstrickung,


4.Bergisch-Gladbach – ein Netz grösser als „Lügde“,


5.Lügde - die derzeit vorläufige Spitze des Westfälischen Pädo-Eisbergs selbst ist provisorisch "still" gelegt, das Tatzentrum wurde raschest möglich beseitigt,


das EPI-Zentrum des Missbrauchs „Münsterland“ liefert Beweise zur Aufdeckung des Untergrunds in Westfalen....es sind derzeit ca. 50 Fälle aktenkundig - die Aufdeckungen reissen indes nicht ab......- tps://ludwig-eugen-vogt.


......gleich mehrere skandalöse Schreiben dieser Art erhielt ich begleitet von Anrufen 

im Jahr 2012 aus der Bevölkerung - eine Empfehlung des Amtsgerichts Münster































2012 von den "Behörden" ignoriert - Lügde lieferte die Analogie.


Denn: Bereits 1998 vertraute sich ein Mädchen (damals 4 Jahre), das an Freizeitaktivitäten bei Andreas V. teilgenommen hatte, seiner Mutter an. Sie sagte nach Recherchen von NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“:


„Mama, Penis lecken schmeckt nicht.“


Die Frau ließ sich erst vom Campingplatzbetreiber beschwichtigen, ging 2000 doch zur Polizei – aber nichts geschah. 2002 brachte der Vater des Mädchen den Vorwurf erneut auf. Aber ob überhaupt ermittelt wurde, ist bis heute unklar …



es geht gleich weiter.......


......haben Sie


.....schon mal von einer öffentlich rechtlichen Sparkasse gehört, die imstande ist, OHNE Gläubiger einer Firma zu sein, d. h. ohne jegliche Geschäftsverbindung, dass diese imstande sein kann, ihre Firma zu liquidieren bzw. mit illegalen Mitteln an die Wand zu fahren?


So geschehen mit unserer Traditions- und Premiumbäckerei, ein hundertjähriges Unternehmen mit über 300 Beschäftigten und knapp 50 Verkaufspunkten war auf dem besten Wege der finanziellen Gesundung der Altlasten.


Die örtliche "Sparkasse" half bei der monatlichen Gehaltsüberbrückung, es bestand jedoch nie ein debitorisches/kreditorisches Schuldverhältnis. Was dann geschah: Bei der Lancierung des gerichtlichen "Entschuldungsplans" aufgrund von Störangriffen ... geriet das Unternehmen in die Fänge der münsteraner Justiz-Seilschaft, bekannt geworden als "Firmen-hi-jacking Münster Modell".


So sah die "Sparkasse" ihren Zeitpunkt für gekommen.... und deren Jurist stellte sich als "Gastgeber" einer illegalen Gläubiger-Versammlung dar


                              bei Kaffee und Plätzchen


obwohl er, bzw. die durch ihn vertretene Sparkasse gar keine Forderungen hatte......und trieb das Unternehmen bewußt in den Abgrund ohne Rücksicht auf 300 Arbeitsplätze, die Firma wurde geschlossen und das "Know-how" für immer weg.


Geht's noch ?


Die Motive der Seilschaft ist illegale Geldbeschaffung

Mit publik werden der aktuellen Umtriebe in Lügde kann man ohne Verfolgung zu fürchten von der „westfälischen Missbrauchs-Kultur“ sprechen, im Münsterland vergeht kein Monat ohne widerwärtige Enthüllungen in Presse und Internet aus dem Kinderschänder-Thema:


und das sind nur die Fälle, bei denen es nicht zu mehr zu vertuschen war ....auch wir hatten 2012 bereits die Beweise in der Hand, welche gezielt verfolgungsvereitelt wurden.

Jetzt mit Aufkommen von "Lügde" ist der westfälische Missbrauchs-Sumpf hoffnungslos kompromittiert.


Staatskanzlei NRW
20213 Düsseldorf
z. Hd. Herrn Ministerpräsident Laschet

Hiermit stelle ich
Strafantrag gegen
Kreissparkasse Steinfurt, Bachstr.14, 49477 Ibbenbüren
wegen Betrug, Untreue, u.a.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Laschet,


pädokriminelle Übergriffe sind in Westfalen an der Tagesordnung, dieses System funktioniert durch lokale Vernetzung.


Das Amtsgericht Münster hatte mir zum AZ 73 IN 68/12 einen „Rechtsanwalt“ empfohlen, der als Drahtzieher im "Pädogate Westfalen" aktiv ist (Anlagen).
Die Kreissparkasse Steinfurt hat unser Unternehmen als Mitglied im Gläubigerausschuss (ohne jemals eine Forderung zu haben) am 26.01.13 09:00 in Ibbenbüren im Interessenskonflikt zur Sicherung von Darlehen Dritter um sechsstellige Guthaben betrogen und geprellt.
Es gelang dem Amtsgericht Münster wichtige Akten bewusst 5 Jahre zurück zu halten, bis zum heutigen Tag sind wichtige Verträge und Nachweise von Geldströmen nicht herausgegeben worden.
Der Deutsche Sparkassen-und Giro Verband ist in Kenntnis gesetzt ( Anlage ).
Der Beschuldigte Assessor Scharpenberg der KSK Steinfurt beging bewusst einen betrügerisch motivierten Interessenkonflikt, im Sinne der § 1897 Abs. 5 BGB, § 27 KAGB, § 53 WiPrO, welche als Betrug und Untreue §§ 263,266 StGB gelten ( Anlagen Regularien Deutsche Bank ).


Durch die veruntreuende Auslöschung unserer Grossbäckerei mit 300 Beschäftigten in Mettingen ist ein auf knapp 100 Millionen € bezifferter Sachschaden entstanden.
Auffälligerweise erlitten wir das identische Muster wie im aktuellen Fall in Lügde:


Auch bei uns wurden erst Unterlagen von der KRIPO beschlagnahmt, anschliessend vernichtet, sechsstellige Beträge sind spurlos verschwunden.

Pädokriminelle Aktivitäten des durch das Amtsgericht Münster empfohlenen „Sanierungs-Anwalts“ wurden von der Kreissparkasse Steinfurt selektiv gefördert, vertuscht oder illegal finanziert.


Westfalen wird als Epi-Zentrum der Missbrauchs-Szene nicht ungesühnt aus diesen obszönen Übergriffen rauskommen.


Die Kreissparkasse Steinfurt ist die einzige Sparkasse in der Geschichte des Bankwesens,

welche ohne Anspruchsgrundlage 300 Arbeitsplätze und ein Unternehmen im Wert von 100 Millionen € mutwillig vernichtete - die Motive liegen auf der Hand !


Derartige Entgleisungen sind nur möglich mit der Rückendeckung der "Münsterland-Pädo-Seilschaft":


die wichtigsten deutschen Auslandsvertretungen sind im Verteiler, Münster wird dies nicht weiter vertuschen!




Ob "Lügde" oder "Münsterland" - Das Behördentatmuster deckt sich zu 100 %......


Lügde: Behörden schützen Kinderschänder – waren auch Politiker an Missbrauch beteiligt?


57 KommentareBetreten verboten: Auf dem Campingplatz „Eichwald“ haben die Vergewaltigungen stattgefunden.

57 Kommentar


In den 90er Jahren schockte der Kinderschänder Marc Dutroux mit seinen Morden die gesamte Welt. Nachdem die Suche nach den Hintermännern Ermittler bis ins belgische Königshaus und zu Vertretern aus Politik und Wirtschaft führte, stellte man die Ermittlungen ein.


Das bis dato beispiellose Verbrechen könnte jetzt durch einen gigantischen Missbrauchsfall in Deutschland übertroffen werden. In der der nordrhein-westfälischen Stadt Lügde vergewaltigten Pädophile in über 1.000 Fällen Kinder. Trotz zahlreicher polizeilicher Anzeigen geschah jahrelang nichts. Ganz im Gegenteil: Behörden scheinen das widerliche Treiben auch noch nach Entdeckung der Tat zu decken.


Warum und in wessen Interesse ??


Nein, das kann man weder erfinden noch sich ausdenken. Und dennoch ist es passiert.


Der aufsehenerregende Fall von Kindesmissbrauch in nicht vorstellbarer Dimension fand in der Pressekonferenz am vergangenen Freitag eine kaum noch steigerbare Größenordnung. Der Nordrheinwestfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) teilte mit, dass aus den Räumen der Ermittlungsbehörde die Beweismittel spurlos verschwunden sind.


Dabei handelt es sich um beschlagnahmte Datenträger kinderpornographischer Fotos in der Größenordnung von unfassbaren 14 Terrabyte.


Offenkundig wurde ein silberner Koffer mit etwa 155 CD’s vor mehreren Wochen unter dem Hintern der Kriminalisten entwendet. Was Herr Reul lapidar und in schwerwiegenden Kriminalfällen üblicher Betroffenheitsmiene zu sagen hatte, sprengt jede Vorstellungkraft und hat in Wahrheit das Zeug, zum größten Politskandal zu avancieren, den Deutschland je gesehen hat.

Irgendjemand hat nahezu alle Beweisstücke aus der normalerweise gut gesicherten Asservatenkammer geklaut und aus der Kreispolizeibehörde geschleust. Ganze drei CD’s waren bis jetzt von einem Beamten „gesichtet“, jedoch nicht „gesichert“ worden, erklärt Landeskriminaldirektor Dieter Schürman, und räumt ein, dass der Ermittler für diese Tätigkeit eigentlich gar nicht qualifiziert gewesen sei. Unmöglich geglaubtes wurde von der Realität übertroffen.


Derzeit sitzen drei Männer in Untersuchungshaft, die Ende Januar festgenommen wurden. Seit 2008 soll der Haupttäter Kinder missbraucht haben. In der damaligen Pressekonferenz war von mehr als 1000 Einzeltaten die Rede, bei der die vortragenden Ermittler den Tränen nahe waren, als sie vom gesicherten Bildmaterial und der ersten Sichtung berichteten. Schnell war den Kriminalbeamten klar, dass der 56-jährige Haupttäter Andreas V. gleichzeitig einen schwunghaften Handel mit kinderpornographischen Fotos, Filmen und Abbildungen betrieben hat. Dem zweiten, ebenfalls in Haft sitzenden Täter, der 33 Jahre alte Mario S aus Steinheim bei Höxter, wird ebenfalls vielfacher Kindesmissbrauch vorgeworfen. Die Polizei konnte einen weiteren 48-jährigen Verdächtigen aus Stade festnehmen, der via Life-Chats die abartigen Sexualdelikte an Kinder mitverfolgte.


Zur Erinnerung: Der alleinstehende Andreas V. lebte mit seiner „Pflegetochter“ auf einer verdreckten Parzelle eines Campingplatzes in einer heruntergekommenen Unterkunft, die eher den Begriff Drecksloch verdient. Beinahe 10 Jahre lang hat er dort regelmäßig über 30 Kinder schwerstens missbraucht und dabei gefilmt und abgelichtet. Am 10. Und 11. Januar schlugen die Ermittler endlich zu und beendeten die grausamen Misshandlungen. Die Tatsache, dass erst nach mehr als 10 Jahren der Zugriff erfolgte, hat eine Vorgeschichte, die jeder Mutter, jeden Vater, ja, jeden Bürger nicht nur sprach- und fassungslos macht, sie untergräbt das ohnehin schon angeschlagene Behördenvertrauen.

Der Fall erschütterte selbst erfahrene Ermittler. „Bei der Auswertung der sichergestellten Beweismittel und bei den Anhörungen der Kinder kamen perfide Einzelheiten zu Tage“, sagt Gunnar Weiß in der Pressekonferenz, Leiter der Ermittlungsgruppe „Campingplatz“. Heute wissen wir, dass auch seinen Worten kaum noch Glauben geschenkt werden darf. Denn wie kann es sein, dass ein leitender Kriminalbeamter von „Auswertung“ spricht, wenn bis heute nur drei CD’s „ eine grobe „Sichtung“ erfahren haben. Schwamm drüber, könnte man sagen, wenn der ganze, ekelerregende Fall noch durch die zuständigen Behörden ihre traurige Krönung getoppt würde. Denn eines ist klar. Die eigebundenen Jugendämter im Kreis Lippe und Hameln-Pyrmont haben dem allein auf einem Campingplatz lebenden und arbeitslosen Andreas V. regelmäßig Kinder in dessen Obhut gegeben, wohl wissend um dessen Lebensumstände.

Es ist für jeden unbegreiflich, dass ausgerechnet Jugendbehörden, deren primäre Aufgabe es ist, sich für das Kindeswohl einzusetzen, einem arbeitslosen Sozialhilfe-Empfänger vorzugsweise kleine Mädchen überlassen. Ganze drei Besuche haben die verantwortlichen „Sachbearbeiter“ dem Kinderschänder abgestattet und scheinbar alles in Ordnung gefunden. Doch nun kommt die Sache richtig ins Rutschen. Die Staatsanwaltschaft Detmold ermittelt nun gegen mehrere Mitarbeiter der Jugendämter. Denn seit 2016 gab es schwerwiegende Hinweise, dass auf dem Campingplatz irgendetwas nicht in Ordnung sein kann.

Am Dienstag musste der Hamelner Landrat Tjark Bartels zugeben, dass der Leiter des Jugendamtes nach der Verhaftung von Andreas V und seine Kumpane Akten manipuliert, geschönt, geändert, teilweise sogar rückdatiert hat. Scheinbar hat die Behördenhütte lichterloh gebrannt und wollte mit Vertuschungen Strafrelevantes zurechtbiegen.


Inzwischen ist der Jugendamtsleiter vom Dienst suspendiert – mit sofortiger Wirkung.

Doch zurück zu unserer Asservatenkammer der Polizeibehörde und dem verschwundenen CD-Koffer. Sie zwingen geradezu, sich über das Motiv des Diebstahles mehr als nur die klassischen kriminalistischen Überlegungen anzustellen. Man darf gespannt sein, ob die eingesetzten Sonderermittler ihre Kollegen über dem Rost braten. Es ist schlechterdings undenkbar, dass ein Täter alleine gehandelt hat, zumal durchgesickert ist, dass auch gegen zwei Lipper Polizisten ermittelt wird. Hier wird ermittelt, ob es persönliche Verbindungen zu den Kinderschändern. Bei einem der beiden Beamten handelt es sich um den Chef der zuständigen Kriminalpolizei, der mit sofortiger Wirkung beurlaubt wurde.


Doch es ergeben sich aus meiner Sicht noch ganz andere Fragen: Sind auf den brisanten Bild- und Filmsequenzen Polizisten, Mitarbeiter des Jugendamtes, bekannte Politiker oder andere hochgestellte Persönlichkeiten zu erkennen? Sind sie an den Verbrechen an den Kindern beteiligt? Geht die Sache vielleicht noch weiter in die gehobene Hierarchie der Polizeibehörde und des zuständigen Ministeriums?


Wer sonst, außer den „Beteiligten“ in diesem Fall – außer den festgesetzten Tätern -, könnte zum jetzigen  Zeitpunkt ein solches Risiko eingehen und darüber hinaus auch in der Lage sein, aus einer bestens gesicherten Asservatenkammer unbemerkt belastende Beweismittel verschwinden zu lassen.


Welcher Außenstehende weiß schon, wo sich die gesicherten Beweise gerade befinden? Orts- und Sach- und Fallkenntnisse innerhalb der Behörde sind zwingende Voraussetzung einerseits, wie auch verdachtsfreie Personen, die in den Fluren der Polizeibehörde nicht auffallen. Mitarbeiter des Jugendamtes und Polizisten in einer konzertierten Aktion? Denkbar! Auch im Fall Dutroux in Belgien waren einfache Beamte als Erfüllungsgehilfen wissentlich oder unwissentlich in die Machenschaften eines pädophilen Netzwerk eingebunden. Ich bleibe daher dabei, der massive Kindesmissbrauch in Lügde, der schwunghafte Handel mit Kinderpornos und der Versuch von Behörden und Ermittlern im Nachgang brisante Sachverhalte zu vertuschen, könnten nicht nur dem Innenminister von Nordrhein-Westfalen den kopf kosten.



DPA MELDUNG

Riesiges Kinderporno-Netzwerk:NRW-Minister: Fehler bei Ermittlungen zu Kindesmissbrauch


13. November 2019, 20:05 UhrQuelle: dpa

Düsseldorf (dpa) - Versäumnisse der Justiz haben dazu geführt, dass ein pädokrimineller

Vater über Monate weiter die Gelegenheit hatte, Kinder zu missbrauchen und zum Missbrauch anzubieten.

In einer Fragestunde des nordrhein-westfälischen Landtags zum Stand der Ermittwegen sexuellen Kindesmissbrauchs räumte Justizminister Peter Biesenbach (CDU) deswegen «zwei handwerkliche Fehler» der Staatsanwaltschaft Kleve ein. Er bedaure dies, sagte Biesenbach. Die Versäumnisse habe die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf jetzt bei einer Überprüfung «unmissverständlich» festgestellt.

Der Hintergrund: Ein 26 Jahre alter Zeitsoldat der Bundeswehr war bereits im vergangenen Juni ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten, weil er seinen fünfjährigen Stiefsohn und seine leibliche dreijährige Tochter in Abwesenheit der Ehefrau sexuell missbraucht habe, wie Biesenbach berichtete. Der Missbrauch war herausgekommen, nachdem der Stiefsohn sich seiner Mutter anvertraut hatte. Noch am selben Abend hatte sich der Täter nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kleve selbst angezeigt, fünf Missbrauchsfälle an beiden Kindern zugegeben und sich «reumütig und therapiebereit» gezeigt.

Das Jugendamt habe damals ein Kontaktverbot des Mannes zu den Kindern verhängt und die Ehefrau habe sich verpflichtet, dies zu gewährleisten. Daher habe die Staatsanwaltschaft keine weiteren Straftaten erwartet und auch keine Fluchtgefahr gesehen. In der Folge habe sie auch keinen Antrag auf einen Untersuchungshaftbefehl gestellt, berichtete Biesenbach.

Der Generalstaatsanwalt in Düsseldorf habe das Vorgehen nun in einer aktuellen Überprüfung beanstandet. Demnach wären ein Durchsuchungsbeschluss und eine beschleunigte Zeugenvernehmung der Kinder nötig gewesen. Letztere sei bis heute nicht erfolgt. Auch ein DNA-Abgleich hätte demnach früher erfolgen müssen.


...es hört nicht auf - die Vorlage "Münster" ist das in NRW bewährte Tatmodell 


Neuer Fall von Kindesmissbrauch in NRW:


Ermittlungen massiv ausgeweitet

Täter sollen ihre eigenen Kinder aufs Schwerste missbraucht haben. Fotos und Videos davon teilten sie in Chatgruppen mit Tausenden.

07.11.2019 | Stand 07.11.2019, 09:55 Uhr


Köln (AFP/dpa) . Der neue Fall von Kindesmissbrauch und Kinderpornografie in Nordrhein-Westfalen hat sich massiv ausgeweitet: Mittlerweile sind den Ermittlern acht Opfer im Alter zwischen einem und elf Jahren bekannt, nach wurden am Dienstagabend und in der Nacht zum Mittwoch zwei weitere vorläufig festgenommen, wie Vertreter von Staatsanwaltschaft und Polizei vor Journalisten in Köln mitteilten. „Hier geht es um schweren sexuellen Missbrauch von unschuldigen Opfern", sagte Polizeipräsident Uwe Jacob in Köln.


Missbrauch "in massivster Form"


Um das ganze Ausmaß des Missbrauchsfalls möglichst schnell zu ermessen, wertet die Polizei demnach die bislang gesicherten Datenträger mittlerweile im Schichtbetrieb aus. Nach Angaben von Jacob stießen die Beamten bei den bisherigen Ermittlungen auf Kindesmissbrauch "in massivster Form".


Westfalen ist die Anlaufstelle der Kinderschänder-Netzwerke


Aus BILD-ZEITUNG RUHRGEBIET - so wird nachvollziehbar, dass der Missbrauch von Minderjährigen über 20 Jahre durch Behörden gezielt "verfolgungsvereitelt" wurd


  • LÜGDE-PROZESS STARTET: SCHON VOR 20 JAHREN HINWEISE AUF KINDERSCHÄNDER


        EINER DER GRÖSSTEN MISSBRAUCHSPROZESSE DEUTSCHLANDS BEGINNSchon vor 20 Jahren Hinweise auf Kinderschänder von Lügde!Camper Andreas V. (56) und zwei weitere Männer angeklagt ++ Es geht um 460 Missbrauchsfälle ++ 41 Kinder sollen Opfer geworden sein

        Im Frühjahr wurde die Parzelle von Andreas V. Stück für Stück abgerissenFoto: Ralf Meier


        Artikelvon: MARKUS BREKENKAMPveröffentlicht am27.06.2019 - 08:40 Uhr

        Detmold/Lügde – Es ist ein monströser Fall. Die Fakten berichten über menschliche Abgründe, unendliches Leid der Opfer, unfassbares Behördenversagen und – möglicherweise – unerklärliche Ignoranz!

        Vor dem Landgericht Detmold beginnt am 27. Juni der Prozess um den Serienmissbrauch von Kindern auf und rund um den Campingplatz „Eichwald“ in Lügde-Elbrinxen. Dabei hätte der Hauptangeklagte, Dauer-Camper Andreas V. (56), schon vor mehr als 20 Jahren aufgehalten werden müssen – und können!


        michael engelberg@engelberg_ms

        Auftakt im #Lügde-Prozess. Gerichtssprecherin zum Verfahren. @BILD_Ruhrgebiet @BILD_News @bil

        Weitere Tweets von michael engelberg ansehen

        Denn: Bereits 1998 vertraute sich ein Mädchen (damals 4 Jahre), das an Freizeitaktivitäten bei Andreas V. teilgenommen hatte, seiner Mutter an. Sie sagte nach Recherchen von NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“:


        „Mama, Penis lecken schmeckt nicht.“


        Die Frau ließ sich erst vom Campingplatzbetreiber beschwichtigen, ging 2000 doch zur Polizei – aber nichts geschah. 2002 brachte der Vater des Mädchen den Vorwurf erneut auf. Aber ob überhaupt ermittelt wurde, ist bis heute unklar …


        BILD erklärt den Megaprozess.


        Mehrerer Plüschtiere liegen in einem Wohnwagen der zum Teil bereits abgerissenen Parzelle des mutmaßlichen Täters auf dem Campingplatz Eichwald im Ortsteil ElbrinxenFoto: Ralf Meier

        41 Opfer (vier bis 13 Jahre), Mädchen und Jungen, stehen (bislang) in den Akten. Sie alle wurden laut Anklage auf widerlichste Art und Weise, teilweise jahrelang, unter Drohungen und mit Menschenverachtung, missbraucht, vergewaltigt, erniedrigt.


        Der Fall zählt zu den größten Missbrauchsfällen in der deutschen Kriminalgeschichte. 


        ps: Lügde liegt nicht weit entfernt von Lübbecke - Operationsbasis des RA Stefan Meyer



        Skandal in NRW

        Physiotherapeut wegen Kinderpornos festgenommen - Polizei bekam bereits vor zwei Jahren Hinweise auf ihn 

        Aktualisiert: 21.11.19 13:56

        +

        Der Mann befindet sich nun in Untersuchungshaft (Symbolfoto). 

        © dpa / Christophe Gateau (Symbolbild)

        Ein 60 Jahre alter Physiotherapeut sitzt nun in  Untersuchungshaft. Er soll kinderpornografische Fotos gemacht haben. Die Polizei hatte offenbar bereits vor zwei Jahren einen Hinweis auf den Tatverdächtigen bekommen. 

        Update vom 5. April 2019: Der vor einer Woche festgenommene 60 Jahre alte Physiotherapeut und Heilpraktiker sitzt wegen des Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie und des Verdachts des sexuellen Missbrauchs in Untersuchungshaft. Die Taten hätten jedoch schon vor viel längerer Zeit ans Licht kommen können, wie die Bild nun berichtet. Demnach habe die Polizei einen Hinweis auf den Mann und sein Handeln bereits vor anderthalb Jahren bekommen. Im Oktober 2017 habe ein IT-Fachmann auf dem PC des heute Tatverdächtigen verdächtiges Material gefunden und dieses an die zuständige Polizei-Behörde weitergegeben. 

        Drei Monate später beantragen offenbar Beamte einen Durchsuchungsbeschluss, der im Mai 2018 durchgeführt werden sollte. Doch da der 60-jährige Physiotherapeut zu dieser Zeit nicht zuhause anzutreffen war, rückten die Polizisten wieder ab. Wie die Tageszeitung weiter berichtet, hätten Beamte zwei Monate später einen neuen Versuch starten wollen, doch auch hier sei der dringend Tatverdächtige nicht zuhause angetroffen worden. Ein halbes Jahr später der dritte Versuch, auch diesmal scheitern die Polizisten bei ihrem Vorhaben.

        Nach dem unglaublichen Missbrauchsfall in Lügde dann die Wende: auf Weisung des Innenministeriums NRW sollen alle Alt-Fälle neu geprüft worden. Dabei sei der Fall des 60-Jährigen dann noch einmal aufgefallen, so dieBild. Ab diesem Zeitpunkt kommt Bewegung in den Fall, die Polizei Dortmund übernimmt. Laut NRW-Innenminister Herbert Reul habe es einen „klaren Fehler“ bei der Polizei gegeben. 

        In Paderborn wurde indes ein Polizei-Mitarbeiter entlassen - ihm wird der Besitz von kinderpornografischem Material zur Last gelegt. Das berichtet owl24.de*.


        Nun in Untersuchungshaft: Heilpraktiker soll kinderpornografische Fotos in Praxis gemacht haben 


        Bad Oeynhausen - Ein 60 Jahre alter Physiotherapeut und Heilpraktiker aus Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen soll in seiner Praxis bei Behandlungen mehrfach pornografische Fotos von zwei Kindern angefertigt haben. Daneben soll er zahlreiche kinder- und jugendpornografische Bilder besessen haben. Der Mann befinde sich wegen Wiederholungsgefahr seit vergangener Woche in Untersuchungshaft, teilte die Polizei Dortmund am Donnerstag mit.

        Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt gegen den Mann wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern und des Besitzes von Kinderpornografie. Spezialisierte Ermittler und Opferschutzbeauftragte des Polizeipräsidiums Dortmund unterstützten die Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke bei den Ermittlungen, so die Polizei.


        Lesen Sie auch..........NRW Kinderpornographie ein Dauerzustand............Unfassbare Wende im Fall Rebecca: Haare im Kofferraum des Schwagers doch nicht von 15-Jähriger. 

        Die Staatsanwaltschaft Detmold ermittelt gegen einen Polizei-Mitarbeiter aus Paderborn wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie. Der Regierungsbeschäftigte bereitet normalerweise für die Behörde Datenträger mit solchem Material auf. Die Polizei weist aber zurück, dass er die Bilder von der Dienststelle hat.


        Gegen einen Mitarbeiter der Polizei in Paderborn wird ermittelt, weil er selbst kinderpornografisches Material besitzen soll. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Detmold sagte auf dpa-Anfrage, es werde "wegen Kinderpornografie gegen einen Regierungsbeschäftigten der Kreispolizeibehörde Paderborn" ermittelt. Zuvor hatten das "Westfalen-Blatt" und die "Neue Westfälische" über den Verdacht berichtet. Auch die Bielefelder Polizei bestätigte die gemeinsamen Ermittlungen, machte aber ebenfalls keine weiteren Angaben.


        Die Paderborn Polizei teilte mit, der Mitarbeiter sei mit sofortiger Wirkung freigestellt worden. Hinweise gegen den Mann "wegen des Verdachts auf den Besitz von Kinderpornografie" hätten sich erhärtet. Bei einer internen Untersuchung habe sich herausgestellt, dass gegen ihn ein Strafverfahren im Kreis Lippe anhängig sei. Ein Paderborner Polizeisprecher betonte: "Es gibt keine Anzeichen dafür, dass er sich über uns Material besorgt haben könnte."

        Verdächtiger bereitete Material auf


        PANORAMA06.11.19

        Fünfter Verdächtiger festgenommenKindesmissbrauchsfall in NRW weitet sich aus

        Der Mann sei in der Direktion Kriminalität als IT-Ermittlungsunterstützer eingestellt worden. Seine Aufgabe sei gewesen, dort Material aus Datenträgern so aufzubereiten, dass es Polizeibeamte im Anschluss sichten konnten, erläuterte der Sprecher. Die Direktion Kriminalität sei auch mit der Bekämpfung von Abbildungen sexuellen Kindesmissbrauchs befasst.


        Der Paderborner Polizei zufolge ergab sich erst nach der Einstellung des Mannes, dass gegen ihn das Strafverfahren im Kreis Lippe laufe. Zum Inhalt äußerte sich der Sprecher nicht. Auf die Frage, warum der Mann nicht bei einer Überprüfung vor der Einstellung aufgefallen sei, sagte der Polizeisprecher, im polizeilichen Führungszeugnis habe "nichts Entsprechendes" gestanden. Aus dem Innenministerium hieß es, dass im entsprechenden Bundeszentralregister nur rechtskräftige Verurteilungen aufgeführt werden, Ermittlungen nicht.


        Bei Regierungsbeschäftigten handele es sich um Mitarbeiter, die zur Unterstützung der Polizei vom Land bezahlt würden, sagte Ministeriumssprecher Wolfgang Beus.



        ....die Presse fragt sich wieso der Kinderpornohandel in NRW derart von "Behörden" gefördert wird...


        Der neue Missbrauchsfall von NRW nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Nach gesicherten Informationen des WDR aus Ermittlerkreisen sollen sich ein mutmaßlicher Täter aus Krefeld und ein weiterer Beschuldigter aus Viersen die Opfer gegenseitig zugeführt haben, um sie zu missbrauchen. Das gehe aus Aussagen eines 38-jährigen Verdächtigen aus Krefeld hervor, berichtet Welle Niederrhein, die sich auf mehrere Medien wie den WDR und die Rheinische Post beruft.

        Der 38-jährige Krefelder soll sich nicht nur an seiner eigenen Tochter, sondern auch an der Nichte eines Komplizen aus Viersen vergangen haben. In der Nacht zu Mittwoch hatten die Ermittler den Viersener bei Verwandten in Aachen festgenommen.



        In Nordrhein-Westfalen


        Kinderpornos und Missbrauch: 15 Verdachtsfälle bei Polizei


        Nach dem Kindesmissbrauch in Lügde und den Ermittlungspannen untersucht das Innenministerium auch Verfehlungen von Polizisten. Nun wird klar: In der Vergangenheit gab es immer wieder Fälle von Kinderpornografie oder Missbrauch bei der NRW-Polizei. 

        Von dpa


        Mittwoch, 13.03.2019, 15:27 Uhr  aktualisiert: 13.03.2019, 15:32 Uhr

        In der Vergangenheit gab es immer wieder Fälle von Kinderpornografie oder Missbrauch bei der NRW-Polizei. Foto: Rolf Vennenbernd

        Düsseldorf (dpa) - Bei den Untersuchungen zum Polizeiskandal von Lügde ist das NRW-Innenministerium landesweit auf 15 Fälle gestoßen, in denen Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs oder Kinderpornografie gegen Polizisten geführt wurden.

        Es habe sich um straf- oder disziplinarrechtliche Ermittlungen gehandelt, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur . Darunter sei auch der Fall eines Polizisten der Kreispolizeibehörde Lippe, der wegen Kinderpornografie vorbestraft ist.

        Das Innenministerium hatte nach eigenen Angaben das zuständige Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei (LAFP) beauftragt, nach solchen Fällen zu suchen. «Daraufhin hat das LAFP dem Ministerium am Dienstag in einer Erstauskunft über insgesamt 15 Fälle innerhalb der vergangenen 10 Jahre berichtet», sagte der Sprecher. «In 14 dieser Fälle sind die betroffenen Beamten zwischenzeitlich entweder aus dem Dienst entfernt worden, vorläufig des Dienstes enthoben worden, mit einem Verbot der Führung der Dienstgeschäfte belegt worden oder sie befinden sich bereits im Ruhestand.»

        Weiter im Dienst sei der vorbestrafte Polizist im Kreis Lippe. Dieser Fall war vergangene Woche bekannt geworden. Der Beamte war nach früheren Ministeriumsangaben im Jahr 2011 wegen des Besitzes und Beschaffens von Kinderpornografie verurteilt worden. Er arbeite weiter, «da ein Gericht eine Entfernung aus dem Dienst abgelehnt hatte», sagte der Ministeriumssprecher.





        November 2019 - Focus zu NRW - Missbrauchsfälle & und deren Finanzierung

        Freitag, 15.11.2019, 21:45

        Es ist wohl die größte Ermittlungsgruppe, die es in NRW je gegeben hat: 360 Beamte und sechs Cybercrime-Staatsanwälte spüren in einem riesigen Dickicht einschlägiger Foren und Chats nach Tätern, die ihre eigenen Kinder missbrauchen oder die Opfer mit Komplizen austauschen, filmen und die Videos ins Netz stellen – zehn Verdächtige wurden schon gefasst, die Zahl wird in den kommenden Wochen rapide steigen. 


        Bergisch-Gladbach an einem trüben Vormittag im November, Regen klatscht auf die Sträucher vor dem Reihenhaus mit weiß getünchten Wänden und einer dunklen Holzfassade im ersten Stock. Die Rolladen sind größtenteils herunter gelassen, das Laub türmt sich im Vorgarten. Tristesse im Herbst. Das Schild, das vor demwarnt, hängt schief herunter. Alles wirkt wie ausgestorben.


        42-Jähriger nach Rückkehr aus Urlaub gefasst - er schweigt beharrlich

        Und das hat seinen guten Grund. Vor gut zwei Wochen passte den 42-jährigen Jörg L. mit seiner Familie nach ihrer Rückkehr vom Urlaub ab. Bei Ermittlungen gegen einen Kinderschänder aus Kassel hatten sich Spuren zu dem Krankenhaus-Mitarbeiter im Rechtsrheinischen gefunden.

        Als die Ermittler das Handy des Verdächtigen durchleuchteten, entdeckten sie Tausende Kinderporno-Dateien, darunter etwa auch den Missbrauch seines einjährigen Kindes. Grausige Szenen, die L. in Hunderten von Chats mit Gleichgesinnten geteilt haben soll. Seither sitzt der Pädokriminelle in Untersuchungshaft und schweigt nach FOCUS-Online-Informationen beharrlich.


        Mit der Festnahme begann wohl einer der größten Sexualstraffälle an Rhein und Ruhr.


        Ermittlungskommission so groß wie sonst nur bei Terrorlagen

        Eine immens große Ermittlungskommission arbeitet sich in Köln derzeit durch den Wust beschlagnahmter Dateien, um auf die Spur weiterer Kinderschänder in den Messenger-Foren zu gelangen. Dort sollen Jörg L. und seine Kumpane sich an dem Leid kleiner Kinder ergötzt oder ihnen selbst Qualen zufügt haben. BAO nennt sich das Gebilde: Besondere Aufbau Organisation. Derlei stellt die Polizei nur bei besonderen Terror- oder Bedrohungslagen auf. Dann werden reichlich Kräfte mobilisiert, um die Täter schnell zu fassen.

        Die Zeit drängt, jede Minute, jede Stunde, jeder Tag, der vergeht, könnte das Leid missbrauchter Kinder verlängern. Inzwischen versuchen mehr als 360 nordrhein-westfälische Polizisten ein monströses Sexualverbrechen aufzuklären, über 100 Beamte kommen alleine aus Köln. Die Ermittler arbeiten sich durch Millionen beschlagnahmter Dateien und Chatspuren, um weitere Kinderschänder aufzuspüren.

        Strafrechtliche Aufarbeitung muss warten: "Erstmal müssen wir uns um die Opfer kümmern"

        Noch nie wurde in NRW ein derart großer Aufwand im Kampf gegen Sexualverbrechen betrieben. BAO-Leiter Michael Esser, der inzwischen die Nachforschungen im ganzen Bundesland steuert, macht im Gespräch mit FOCUS Online klar, worum es derzeit geht: „Aktuell befinden wir uns im Bereich der Gefahrenabwehr.“ Heißt: Der Fokus liegt darauf, weitere Täter zu fassen, die sich womöglich noch an Kindern vergehen. Die strafrechtliche Aufarbeitung zum Austausch der Filme wurde deshalb erst einmal hintenangestellt. „Aber wir haben die Daten, das läuft uns nicht weg. Erstmal müssen wir uns um die Opfer kümmern.“ 

        Vor dem Hintergrund zieht die Kölner Staatsanwaltschaft alle Fälle in NRW an sich. Zuständig sind die Cybercrime-Experten der Spezialstelle ZAC im Justizzentrum. „Inzwischen führen sechs Staatsanwälte die Verfahren“, erklärt Behördensprecher Ulrich Bremer


        Rund um seien Ankläger, um auch nachts Durchsuchungen anzuordnen oder Haftbefehle erwirken zu können. „Die Arbeitsbelastung ist ausgesprochen hoch“, führt Bremer aus, „aber alle verfolgen das Ziel, die Fälle zügig aufzuklären und Verfahren bei entsprechender Beweislage baldmöglich zur Anklage zu bringen“.

        imago/Future Image Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer


        Tag und Nacht könnten neue Verdächtige festgenommen werden: Pädokriminelle, wie die Täter genannt werden, die über einschlägige Messenger-Foren Dateien einstellen. Bilder und Filme, die sie teils selbst produziert haben. Einige, so die Erkenntnisse, kooperieren auch im realen Leben, nicht nur mehr im Netz. Kinder wurden für weitere Quälereien ausgetauscht. Nach FOCUS-Online-Information soll ein Opfer von gleich drei Beschuldigten missbraucht worden sein. 

        Zehn Tatverdächtige haben die Ermittler in dem Mammutkomplex bisher enttarnt, davon sitzen acht in Untersuchungshaft. Bisher wurden 13 Opfer von ihrem Schicksal erlöst. Die digitalen Fährten, die sich im Handy von Jörg L. aus Bergisch Gladbach fanden, führten zu Foren, in denen bis zu 1800 Teilnehmer aktiv sind. Inzwischen haben die Spezialisten Zehntausende Kinderporno-Clips und Chatverläufe analysiert.

        "So etwas Brutales und Widerwärtiges haben selbst hartgesottene Beamte noch nicht gesehen"

        Michael Esser sitzt am frühen Abend im Kölner Polizeipräsidium und schaut auf den Timer seines Handys. Für den Chefermittler ist die tickende Uhr derzeit der größte Gegner. Der Kriminaldirektor lässt die Chatkommunikation akribisch durchleuchten nach neuen Hinweisen, nach neuen Tätern. Hinzu kommen Vernehmungen und Recherchen im Umfeld der bereits Festgenommenen.

        Es ist deutlich spürbar, dass dieses Verfahren selbst altgediente Kriminalisten aufwühlt. Unvorstellbare Bilder und Videos mit den Angst- und Schmerzensschreien der Opfer müssen gesichtet werden. „So etwas Brutales und Widerwärtiges haben selbst hartgesottene Beamte noch nicht gesehen“, sagt der Leitende Kriminaldirektor Klaus-Stephan Becker, Chef der Kölner Kripo. Das erkläre auch den Einsatz, mit dem seine Kollegen den Fall angehen. „Teilweise bis spät in die Nacht, da schaut keiner auf Überstunden.“

        Das Material, das die Beamten analysieren, kann schwer belasten. Polizeiseelsorger und andere professionelle Helfer kümmern sich um jene, die Zuspruch suchen.

        Bizarre Einblicke in die Chats der Kinderschänder

        Die aufgespürten Kinderschänder-Zirkel kommunizierten den Erkenntnissen zufolge über unterschiedliche Messengerdienste. Dort tauschte man sich auch über perverse Utensilien aus. Einer der Chatteilnehmer empfahl beispielsweise einem Gesprächspartner, via Online-Handel Sexspielzeug und Reizwäsche in Kindergröße zu ordern.

        Teils handelt es sich um Kommunikationsforen, die von außen hin nicht zu knacken sind - es sei denn, man gewinnt Einblicke durch sichergestellte Handys oder Computer. Was in diesen Chat-Kreisen zählt, ist das Angebot. Ständig stellen die Mitglieder neue Dateien ein. Geld spielt keine Rolle.




        Di., 08.10.2019


        Therapeut bestreitet den Missbrauch seiner Patientinnen»Kinderpornos waren nur für den Hausgebrauch«

        Therapeut Rainer M. mit seiner Verteidigerin Iris Grohmann aus Münster Foto: Althoff

        Von Christian Althoff

        Bad Oeynhausen (WB). Es war ein zähes Ringen, bevor Physiotherapeut Rainer M. aus Bad Oeynhausen am dritten Verhandlungstag ein Teilgeständnis ablegte: »Ja, ich habe von Patientinnen Kinderpornofotos gemacht.«


        Unter dem Deckmantel, sie zu behandeln, soll Rainer M. (61) acht Mädchen zwischen sechs und zwölf Jahren sexuell missbraucht haben. 44 Fälle sind in der Anklage aufgelistet. Seine Frau Reinhild (62) sitzt mit auf der Anklagebank vor dem Bielefelder Landgericht, weil sie ihrem Mann geholfen haben soll – etwa, indem sie einem verunsicherten Mädchen erklärt haben soll, das Vorgehen ihres Mannes sei in Ordnung.

        Der Prozess begann am Montag mit einer 15 Minuten langen Erklärung, die die Verteidigerin Iris Grohmann im Namen ihres Mandanten vorlas. Darin beschrieb der Angeklagte die Behandlung junger Patientinnen, ohne sich detailliert mit den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft auseinanderzusetzen. »Niemals« sei er mit einem Finger in ein Mädchen eingedrungen, erklärte Rainer M. pauschal.

        Irritation um Aussage

        Zu Irritationen kam es, als die Verteidigerin sagte, ihr Mandant gebe das Herstellen kinderpornografischer Fotos zu , was Rainer M. zurückwies: »Nein, das waren alles therapeutische Fotos.« Er habe die Bilder gemacht, um Mitarbeiterinnen oder Eltern Fehlstellungen etwa des Beckens oder der Wirbelsäule zu erläutern. Darauf sagte Richter Carsten Nabel: »Wir haben hier das Foto eines Mädchens, das nackt mit gespreizten Beinen vor der Kamera sitzt und eine Puppe hält. Nennen Sie das ein Foto zu Therapiezwecken?« Der Angeklagte gab zu, das Bild gemacht zu haben, sagte aber, er wisse nicht mehr, warum. »Ich kann mich nicht erinnern.«

        Nach einer Verhandlungspause erklärte die Anwältin, dass Rainer M. das Herstellen der Kinderpornos nunmehr zugebe. » Die Bilder waren aber nur für den Hausgebrauch bestimmt .« Ihr Mandant habe sie nicht weitergegeben oder ins Internet gestellt. Rainer M. wisse, dass das »in Richtung Pädophilie« gehe, aber: »Er kennt seine Grenzen.«

        Ungewöhnliche Behandlungsmethoden

        Um Grenzen ging es auch, als sich das Gericht mit den Behandlungsmethoden des Therapeuten befasste. Der benutzte häufig ein sogenanntes Arthrostim – ein elektrisches Gerät, das von der Form her an eine Pistole erinnert und nach dem Aufsetzen auf den Körper mechanische Impulse in schneller Folge abgibt. Dieses vibrierende Gerät setzte der Angeklagte Kindern auf die Schambeinfuge, »um einen Beckenfehlstand zu korrigieren«. Das habe gut funktioniert. Er habe den Kindern dabei immer in die Augen gesehen, um zu erkennen, wann es ihnen unangenehm werde und dann aufzuhören.

        Richter Carsten Nabel sagte, er habe nirgendwo medizinische Literatur gefunden, in der diese Methode beschrieben sei, und Rainer M. erklärte, sie sei auch »sehr selten« . In Deutschland werde sie vielleicht von acht Therapeuten eingesetzt. »Und wer hat Ihnen das beigebracht?«, wollte der Richter wissen. Da musste der Angeklagte passen. Das sei mal bei einer Fortbildung in Berlin erwähnt worden, sagte er.

        Der Therapeut, der sich nach eigenen Angaben auch ehrenamtlich um die Kinder einer Bad Oeynhausener Ballettschule gekümmert hatte, hatte auch sonst eigene Methoden. So kitzelte er zum Schluss der Behandlung seine kleinen Patienten durch, auch 14-jährige Mädchen. »Das war ein Ritual«, sagte er.

        Angeklagte Ehefrau will nichts gewusst haben

        Der Vorsitzende Richter erklärte, Mädchen hätten bei der Polizei ausgesagt, dass er sie beim Kitzeln auch im Brust- und Intimbereich berührt habe. Worauf der Angeklagte sagte, wenn gekitzelte Kinder sich krümmten, könne es versehentlich zu solchen Berührungen kommen. Ob er sich denn nicht vorstellen könne, dass dieses Kitzeln als übergriffig empfunden werde, fragte der Richter. »Von wem?«, fragte der Angeklagte zurück, und Carsten Nabel nickte: »Das beantwortet meine Frage.«

        Die angeklagte Ehefrau, die eine Teilzeitstelle in der Praxis hatte, sagte, sie habe von dem, was ihrem Mann vorgeworfen werde, nichts gewusst . Mit dem Wort Pädophilie, erklärte die 62-jährige Krankenschwester, habe sie bis vor Kurzem überhaupt nichts anfangen können.




        die NRW Visitenkarte.......


        Missbrauchsfall Lügde

        Zur Navigation springenZur Suche springen

        Der Missbrauchsfall Lügde ist ein Kriminalfall des sowie der Produktion und Verbreitung von Kinderpornografie in Lügde in war der Campingplatz Eichwald im Ortsteil Elbrinxen zwischen Anfang 2008 und der Festnahme des Haupttäters am 6. Dezember 2018. Die Staatsanwaltschaft Detmold geht von 1000 Einzeltaten innerhalb von rund 10 Jahren aus. Der Fall wurde am 29. Januar 2019 von den Ermittlungsbehörden öffentlich bekannt gegeben.[1] Zudem weitete sich der Fall zu einem Polizeiskandal aus.

        Am 27. Juni 2019 begann der Prozess gegen die drei Angeklagten vor dem Landgericht Detmold. Alle Beschuldigten räumten die Taten am ersten Verhandlungstag ein.[2] Gegen einen Mitangeklagten verhängte das Landgericht in einem abgetrennten Verfahren am 17. Juli eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.[3]

        Inhaltsverzeichnis1Tatverdächtige und Tatgeschehen2OpferAufdeckungErmittlungenTatverdäcTatgeschehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

        Die Haupttäter sind drei Männer. Der 56-jährige alleinstehende und arbeitslose Hauptverdächtige Andreas V. aus Lügde lebte seit über 30 Jahren auf einem Campingplatz im Lügder Ortsteil Elbrinxen. Als Dauercamper bewohnte er eine selbst errichtete Holzhütte und nutzte einen Wohnwagen. Er sitzt seit dem 6. Dezember 2018 in Untersuchungshaft; die beiden anderen Hauptverdächtigen sind seit dem 10. bzw. 11. Januar 2019 inhaftiert.

        Der Hauptbeschuldigte Andreas V. und der 33-jährige arbeitslose Tatverdächtige Mario S. aus Steinheim sollen auf dem Campingplatz Kinder missbraucht und das Tatgeschehen gefilmt haben. Der dritte, 48-jährige, Tatverdächtige Heiko V. aus Stade sei der Auftraggeber dafür gewesen. Er soll nie in Lügde gewesen sein, habe aber das Geschehen über das Internet verfolgt und gesteuert.[4]

        Kontakt zu Kindern erlangte der Hauptverdächtige dadurch, dass er 2016 Pflegevater eines damals sechsjährigen Mädchens geworden ist. Seit dieser Zeit sollen sich die meisten Übergriffe ereignet haben. Über das Mädchen habe der Hauptverdächtige Kontakt zu anderen Kindern hergestellt und für eine angenehme Atmosphäre gesorgt, etwa durch Ausflüge ins Schwimmbad.

        Im Laufe der Ermittlungen weitete sich der Täterkreis um fünf weitere Verdächtige wegen Strafvereitelung und Beihilfe auf insgesamt acht Personen aus. Ein weiterer Verdächtiger ist ein 16 Jahre alter Jugendlicher, der kinderpornografisches Material besessen haben soll, das auf dem Campingplatz entstanden sei.[5]

        Opfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

        Im Laufe der Ermittlungen wurden zunächst 31 Opfer im Alter von 4 bis 13 Jahren bekannt, bei denen es sich um 27 Mädchen und vier Jungen aus dem Umfeld des Campingplatzes handelte. In mehr als 1000 Fällen wurden sie Opfer sexuellen Missbrauchs.[6] Zu den Opfern zählte auch das Mädchen, das im Jahr 2016 als Pflegekind in die Obhut des Hauptverdächtigen kam.

        Am 14. März 2019 berichtete der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) vor dem Innenausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen über mindestens 34 Opfer (28 Mädchen und sechs Jungen) und weitere 14 Verdachtslagen. Im April 2019 stieg die Zahl auf mindestens 40 Kinder und zwölf weitere Verdachtsfälle.[7]

        Aufdeckung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

        Bereits im Jahr 2016 gingen bei der Polizei Lippe zwei Hinweise auf sexuellen Missbrauch durch den Hauptverdächtigen ein, jedoch ließen sich diese auch nach zwei Ortsbesichtigungen durch das Jugendamt Blomberg nicht erhärten[8], sodass die Sache zunächst im Sande verlief. Im Jahre 2018 offenbarte eine 9-Jährige ihrer Mutter gegenüber, dass sie im Juni/Juli 2018 auf dem Campingplatz in Lügde sexuell missbraucht worden war. Die Mutter erstattete aber aus Angst vor dem Beschuldigten erst am 20. Oktober 2018 bei der Polizei in Bad Pyrmont Anzeige. Am 20. Oktober 2018 wurden die Mutter und das Kind im Polizeikommissariat Bad Pyrmont vernommen. Die 9-Jährige machte in dieser Anhörung Angaben zu mehrfachem sexuellem Missbrauch durch den Hauptbeschuldigten zu ihrem Nachteil und zum Nachteil seiner Pflegetochter, mit der das Mädchen befreundet war. Polizeibeamte hätten die Informationen an das Jugendamt weitergeleitet, aber keine weiteren Schritte unternommen.[8]

        Ermittlungen und Beweismittel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kreispolizeibehörde Lippe und Ermittlungskommission „Camping“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

        Nachdem am 20. Oktober 2018 beim Polizeikommissariat Bad Pyrmont eine Anzeige wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs gestellt worden war, erfolgte am 12. November 2018 die Weiterleitung des Ermittlungsvorgangs an die zuständige Kreispolizeibehörde Lippe in Detmold, wo sie das Fachkommissariat für Sexualdelikte übernahm. Am 13. November 2018 informierte die Kreispolizeibehörde Lippe telefonisch das Jugendamt Blomberg über die Erkenntnisse zum sexuellen Missbrauch der Pflegetochter. Noch am gleichen Tag wurde das 6-jährige Mädchen durch Mitarbeiter des Jugendamtes Blomberg in Obhut genommen. Aufgrund verschiedener durch die Kindsmutter veranlasster Terminverschiebungen erfolgte die Anhörung des Mädchens erst am 28. November 2018. Bei dieser Anhörung gab die Mutter einen Hinweis auf ein weiteres Opfer aus dem Bekanntenkreis.

        Am 4. Dezember 2018 beantragte die Kreispolizeibehörde Lippe beim Amtsgericht Detmold einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnungen des Hauptbeschuldigten (u. a. das Tatobjekt auf dem Campingplatz in Lügde) und einen Untersuchungshaftbefehl. Dem wurde am Folgetag stattgegeben, und am 6. Dezember 2018 erfolgten die Verhaftung des Hauptverdächtigen Andreas V. und die Sicherstellung zahlreicher Beweismittel.

        Am 13. Dezember 2018 richtete die Kreispolizeibehörde Lippe die Ermittlungskommission (EK) „Camping“ mit zunächst vier Beamten ein und erhöhte die Zahl am 17. Dezember 2018 auf acht bis zeitweise neun Beamte. Bis zum 16. Dezember 2018 berichtete die Kreispolizeibehörde Lippe über neun beweiserheblich festgestellte Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und die diesbezüglich veranlassten Maßnahmen dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen, das diesen Bericht anschließend auch dem nordrhein-westfälischen Innenministerium zuleitete.

        Im weiteren Verlauf der Bearbeitung des Falls wurde am 21. Februar 2019 öffentlich bekannt, dass offensichtlich seit mehreren Wochen Beweismaterial in Form von 155 Datenträgern auf ungeklärte Weise aus einem Dienstraum der Kreispolizeibehörde Lippe verschwunden war, ohne dass dies jemand zur Kenntnis genommen hatte. Die verschwundenen Datenträger waren am 20. Dezember 2018 zuletzt gesehen worden und der Verlust erst Mitte Januar 2019 aufgefallen. Die Staatsanwaltschaft Detmold wurde erstmals am 13. Februar 2019 mündlich und am 14. Februar 2019 schriftlich über das Verschwinden der Beweismittel informiert. Am 6. März 2019 eröffnete hierzu die Staatsanwaltschaft Detmold ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Diebstahls.

        Der nordrhein-westfälische Innenminister Reul sprach den Vorfall betreffend von einem „Polizeiversagen“. Die örtliche Behörde räumte eine „eklatante Fehlleistung“ durch einen Kommissariatsanwärter ein, der eine Mappe mit 49 CDs und einen Alu-Koffer mit 106 CDs auf einem Schreibtisch liegen gelassen hatte, und beauftragte einen unabhängigen Kommissariatsleiter mit einer Untersuchung. Der Kommissaranwärter sichtete 155 Datenträger. Ausweislich der Protokollierung der Auswertungssoftware hatten die Beamten der IT-Unterstützung der Kreispolizeibehörde Lippe bis dahin fünf externe Festplatten, 18 in Computern eingebaute Festplatten, drei CD/DVDs, zwölf SD- und microSD-Karten, zehn Mobiltelefone und Tablets, neun USB-Sticks und fünf Digitalkameras (DigiCam) gesichtet.[9] Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) sprach angesichts der verschwundenen Beweise von einer „Katastrophe“ für das Ansehen der Polizei.[10] Der Vorsitzende des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des BDK wies auf die seit Jahren angespannte Personalsituation in Polizei und Justiz hin. Die Staatsanwaltschaft Detmold teilte mit, dass die Asservate nach ihrer Einschätzung nicht entwendet worden, sondern aufgrund nachlässigen Umgangs nicht auffindbar seien, ein Diebstahl aber auch nicht ausgeschlossen werden könne.[11] Nach Angaben des Sonderermittlers des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen reicht das noch vorhandene Material aus, um den Hauptverdächtigen zu überführen.[12]

        Am 22. Februar 2019 entschuldigte der Leiter der Verwaltung, Landrat Axel Lehmann (SPD), sich bei den Betroffenen des Missbrauchsfalls und entband den Leiter der Direktion Kriminalität der Kreispolizeibehörde Lippe von der Wahrnehmung seiner Aufgaben.[13][14] Das nordrhein-westfälische Innenministerium veranlasste zudem eine Prüfung der Vorgänge durch das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen.[15] Am 26. Februar 2019 gab die Kreispolizeibehörde Lippe in einer Pressemitteilung bekannt, dass das nordrhein-westfälische Innenministerium die Leitung dieser „kurzfristig neu aufgestellt“ habe.[16] Auf Anordnung von Innenminister Reul wurde ebenso der Polizeidirektor der Kreispolizeibehörde Lippe versetzt.[17][18] Reul berichtete, dass die seit 31. Januar 2019 vom Polizeipräsidium Bielefeld geführten Ermittlungen in zwei Komplexe „sexueller Missbrauch“ und „Behördenermittlungen“ unterteilt worden seien. Das Polizeipräsidium Bielefeld teilte am 26. Februar 2019 dem nordrhein-westfälischen Innenministerium mit, dass die Ermittlungskommission „Behördenermittlungen“ eine sehr umfangreiche tabellarische Übersicht der Kreispolizeibehörde Lippe entdeckt habe, in der Hinweise auf Sexualdelikte aufgeführt seien und die offensichtlich seit 1999 fortgeschrieben werde. Bei einzelnen Hinweisen seien Tagebuchnummern aufgeführt, bei anderen jedoch nicht. Unter dem Datum 28. Januar 2002 sei der Verdacht eingetragen, dass der nunmehr Hauptbeschuldigte ein damals 8-jähriges Mädchen missbraucht habe. Da hierzu keine entsprechende Tagebuchnummer erfasst sei, werde noch geprüft, ob seinerzeit ein Ermittlungsverfahren durch die Kreispolizeibehörde Lippe eingeleitet worden war.

        Am 12. März 2019 teilte die Kreispolizeibehörde Lippe mit, dass gegen zwei Beamte wegen fehlerhafter Sachbearbeitung ein Disziplinar- und Strafverfahren eingeleitet werde. Bei einer internen Betrachtung gab es demnach „gravierende Mängel in der Sachbearbeitung“.[19]

        Am 14. März 2019 wurde auf eine Strafanzeige des Kripo-Chefs in Detmold hin der bisherige Leiter der Ermittlungskommission „Camping“ zum Missbrauchsfall Lügde suspendiert. Er wird der Strafvereitelung in einem anderen Sexualstrafverfahren „zum Nachteil einer erwachsenen Frau“ und Siegelbruch in zwei weiteren Ermittlungsverfahren verdächtigt. Mit den Ermittlungen beauftragt gewesen war er von 18. Dezember 2018 bis 4. Januar 2019; er wurde versetzt.[20]

        Polizeipräsidium Bielefeld und BAO „Eichwald“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

        Am 31. Januar 2019 wurde durch das übergeordnete Polizeipräsidium Bielefeld die Besondere Aufbauorganisation (BAO) „Eichwald“ eingerichtet, die aus den bisherigen Ermittlern der Ermittlungskommission „Camping“ und Ermittlern der Kriminalpolizei Bielefeld bestand.[21][22][23][24] Bereits im Februar 2019 wurde der Leiter der BAO „Eichwald“ von seinen Aufgaben entbunden. Als Begründung gab das nordrhein-westfälische Innenministerium auf Nachfrage des WDR bekannt, „dies geschah höchstvorsorglich, um dem Anschein vorzubeugen, dass in diesem Fall die Objektivität und Neutralität der Ermittlungen nicht gewährleistet sein könnten“. Unter neuer Leitung der BAO mit rund 60 Beamten und 24 IT-Spezialisten wurden die Ermittlungen und Auswertungen der Beweismittel fortgesetzt.[25]

        Am 22. Februar 2019 erfolgte die erneute Tatortaufnahme auf dem Campingplatz und in der Wohnung durch Spezialisten des Landeskriminalamts und des Polizeipräsidiums Bielefeld. Dabei wurden weitere Beweismittel sichergestellt, darunter ein Computer, eine Festplatte und 131 CDs. Bei den vorherigen Durchsuchungen der Kreispolizeibehörde Lippe am 6. Dezember 2018 sowie nach Bildung der Ermittlungskommission „Camping“ und den weiteren Durchsuchungen am 19. Dezember 2018 sowie am 19. und 25. Januar 2019 waren diese Beweismittel beim Hauptbeschuldigten noch nicht aufgefunden worden. Auch bei erneuten Durchsuchungen, unter anderem am 27. Februar 2019 mit einem Datenträgerspürhund, wurde weiteres Material gefunden und beschlagnahmt, darunter ein USB-Stick.[26][27]

        Drei Ermittler, die an der Sichtung beteiligt waren, sind seit Ende Februar 2019 aufgrund der psychischen Belastung dienstunfähig. Ein Mann und eine Frau sind dauerhaft nicht mehr einsatzbereit.

        Mit Beschluss des Amtsgerichts Detmold wurde am 5. März 2019 der vom Hauptverdächtigen genutzte Wohnwagen erneut untersucht. Die BAO „Eichwald“ konnte den Wohnwagen nicht früher untersuchen, da die Verfahrensübernahme von der Kreispolizeibehörde Lippe sehr unstrukturiert abgelaufen sein soll. Ebenso erfolgte die Durchsuchung des Elternhauses eines Beschuldigten in Steinheim, wo im Keller mehrere Unterlagen und CDs sichergestellt wurden. Bis zum 6. März 2019 wurden insgesamt fünf Wohnwagen, zwei Wohnungen, ein Kellerraum und ein Auto durchsucht.[28]

        Nachdem die Staatsanwaltschaft im April 2019 die Holzhütte des Hauptverdächtigen, in der der Missbrauch stattfand, freigegeben hatte, ließ sie der Betreiber des Campingplatzes abreißen.[29] Dabei entdeckte der Abrissunternehmer weitere drei CDs und zwei Disketten, die in einem Hohlraum im Boden versteckt waren und bei den Durchsuchungen der Polizei nicht gefunden worden waren. Ob auf den Datenträgern kinderpornografisches Material gespeichert war, war zunächst unklar.[30] Während der Abrissarbeiten stellte sich außerdem heraus, dass Polizei und Staatsanwaltschaft einen Geräteverschlag des Hauptverdächtigen auf dem Campingplatz übersehen hatten.[31] Das Abrissunternehmen entsorgte mehrere Kisten mit Inhalt, wodurch möglicherweise Beweismaterial zerstört wurde.[32]

        Mitverantwortung der Jugendämter und der Polizeibehörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

        Im Laufe der Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf schwere Versäumnisse im Vorgehen von Polizei, Jugendämtern und Familienhilfe-Organisationen, was zur Einleitung von Ermittlungsverfahren gegen insgesamt 14 Beschuldigte bei den genannten Behörden durch die Staatsanwaltschaft Detmold führte.[33][34] Diese betrafen acht Mitarbeiter der Jugendämter des niedersächsischen Landkreises Hameln-Pyrmont und des nordrhein-westfälischen Kreises Lippe, vier Mitarbeiter von Familienhilfe-Organisationen (zuständig für die Kontrolle von Andreas V. und dessen Pflegetochter) sowie zwei Polizeibeamte des Kreises Lippe.[35] Die Generalstaatsanwaltschaft Hamm als Aufsichtsbehörde der Detmolder Staatsanwaltschaft sah in einer ersten Bewertung hingegen keine ausreichenden Gründe für Ermittlungen gegen die beiden Polizisten und Jugendamtsmitarbeiter; für eine abschließende Einschätzung sei erst ein weiterer Bericht erforderlich.[36]

        Der Hauptverdächtige soll bereits 2008 ein damals achtjähriges Mädchen auf dem Campingplatz missbraucht haben. Im August 2016 gab ein Vater Hinweise an die Polizei, an das Jugendamt und den Kinderschutzbund weiter. Die Polizei schaltete das Jugendamt ein, ermittelte aber nicht. Ein Hinweis an die Staatsanwaltschaft erfolgte ebenso wenig. Am 18. November 2016 gab eine Mitarbeiterin des Jobcenters Blomberg Hinweise zu Äußerungen des Hauptverdächtigen, die auf sexuellen Missbrauch hindeuten konnten, nachdem Andreas V. zusammen mit einem Mädchen im Jobcenter erschienen war. Erneut reichte die Polizei den Hinweis nur an das Jugendamt weiter und verzichtete auf eigene Ermittlungen.

        Im August 2016 meldete eine Mitarbeiterin des Kinderschutzbundes aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont einen möglichen Kindesmissbrauch. Ein Vater zweier Mädchen hatte sich zuvor mit Vorwürfen bei der Mitarbeiterin gemeldet. Das Jugendamt des Landkreises Hameln-Pyrmont wollte den Fall prüfen.[37]

        Im September 2016 äußerte eine Psychologin im Kindergarten des Pflegekindes die Vermutung, dass beim Pflegevater und späteren Hauptverdächtigen „Pädophilie im Spiel“ sein könne. Das Jugendamt des Landkreises Hameln-Pyrmont sah dafür keine Anhaltspunkte.[38]

        Am 20. Oktober 2016 gab es erneut einen Hinweis auf sexuellen Missbrauch auf dem Campingplatz bei der Polizei in Bad Pyrmont, als eine Mutter Anzeige erstattete. Das Jugendamt des Landkreises Hameln-Pyrmont hatte im Jahr 2016 ein sechsjähriges Mädchen als Pflegekind in die Obhut des Hauptverdächtigen gegeben. Dies sei auf Wunsch der Mutter geschehen, die im Landkreis Hameln-Pyrmont lebt. Beim Jugendamt des Kreises Lippe ging im Herbst 2016 ein Hinweis auf den Verdacht der Verwahrlosung des Pflegekinds ein, das Jugendamt empfahl daraufhin wegen latenter Kindeswohlgefährdung dem Landkreis Hameln-Pyrmont ein anderes Wohnumfeld für das Kind.[39] Trotz Anzeigen und polizeilicher Ermittlungen wurde das Pflegekind von Andreas V. aber nicht wie zunächst geplant am 31. Oktober 2018, sondern erst am 13. November 2018 durch das Jugendamt Lippe aus der Obhut des Täters genommen und in eine Bereitschaftspflegefamilie gebracht.

        Dem Jugendamt des Landkreises Hameln-Pyrmont wurde nach Angaben des Landrates Tjark Bartels Aktenmanipulation vorgeworfen. Ein Mitarbeiter soll durch einen nachträglich hinzugefügten Vermerk einen „verschönernden Eindruck“ von der Situation in der Familie vermittelt haben, was am 15. Februar 2019 zur Freistellung von seinen Aufgaben führte.[40] Laut Bartels kam es zu einer weiteren Aktenmanipulation durch eine Mitarbeiterin des Jugendamts des Landkreises Hameln-Pyrmont, die ebenfalls von ihren Aufgaben freigestellt wurde. Sie soll kurz vor der staatsanwaltschaftlichen Beschlagnahmung der Jugendamtsakten einen Eintrag gelöscht haben, der sich auf ein Genogramm bezog und wonach der Hauptverdächtige wiederholt Kontakt zu jüngeren Mädchen gesucht und sie in ein Abhängigkeitsverhältnis gebracht habe.[41]

        Bartels räumte Fehler des Jugendamts des Landkreises Hameln-Pyrmont ein. Im Jahr 2016, als das Amt dem späteren Hauptverdächtigen die Pflege des Kindes übertragen wollte, habe es innerhalb von fünf Monaten drei voneinander unabhängige Hinweise auf seine mögliche Pädophilie gegeben.[38]

        Personalnachprüfungen innerhalb der Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

        Am 9. März 2019 wurde durch einen Sonderermittler vom Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen bekannt, dass in der Kreispolizei Lippe drei Polizeibeamte tätig sind, die vor Jahren mit sexuell motivierten Taten aufgefallen waren. Keiner von ihnen war mit Ermittlungen im Missbrauchsfall betraut gewesen.[42]

        Motiviert durch den Missbrauchsskandal beauftragte das nordrhein-westfälische Innenministerium nach eigenen Angaben das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) der Polizei NRW damit, nach früheren Fällen zu suchen. Das LAFP berichtete dem Ministerium am 12. März 2019 in einer Erstauskunft, dass in 14 dieser Fälle in den letzten 10 Jahren die betroffenen Beamten zwischenzeitlich entweder aus dem Dienst entfernt, vorläufig des Dienstes enthoben, mit einem Verbot der Führung der Dienstgeschäfte belegt wurden oder sie sich bereits im Ruhestand befinden.[43]

        Hier doppelklicken, um Ihren eigenen Text hinzuzufügen.



        The LEV Book Shop

        Marmora Road, Glasgow, D04 89GR